Wie wir wählen

Die großen Parteien haben die jungen Wähler offenbar nicht nötig. Sie bauen auf Ü50. Ein Bernie Sanders-Hype ist für Merkel, Schulz und Co. ein unerreichbares Phänomen.

Wählen dürfen, wählen können, wählen müssen? Was erwarten wir Studis eigentlich von Wahlkampf und Parteien? Was entscheidet: Argumente oder Sympathie, Bauch oder Kopf?

Wie wir wählen

Die großen Parteien haben die jungen Wähler offenbar nicht nötig. Sie bauen auf Ü50. Ein Bernie Sanders-Hype ist für Merkel, Schulz und Co. ein unerreichbares Phänomen.

Wählen dürfen, wählen können, wählen müssen? Was erwarten wir Studis eigentlich von Wahlkampf und Parteien? Was entscheidet: Argumente oder Sympathie, Bauch oder Kopf?

Gäääähn!
Was ist noch langweiliger als der Musikantenstadl im Fernsehen? Ach, es ist gerade Wahlkampf? Selbst politisch interessierte Studierende müssen ein Gähnen unterdrücken.

Generationen-
konflikt

Viele junge Menschen gehen gar nicht wählen. Vernunftgründe allein reichen als Motivation offenbar nicht aus.

Gäääähn!

Was ist noch langweiliger als der Musikantenstadl im Fernsehen? Ach, es ist gerade Wahlkampf? Selbst politisch interessierte Studierende müssen ein Gähnen unterdrücken.

Generationenkonflikt

Viele junge Menschen gehen gar nicht wählen. Vernunftgründe allein reichen als Motivation offenbar nicht aus.
Am 29. Januar 2017 wird der Hoffnungsträger der SPD gekürt:
Martin Schulz nimmt das Training auf, um gegen Angela Merkel in den Ring zu treten. Nach dem Zweikampf Anfang September im Fernsehen wird klar: Schulz war wohl in der falschen Gewichtsklasse angetreten. Martin Schulz hatte euphorisierende Wirkung auf seine Parteigenossen und auf viele Wählerschichten. Vor allem bei jungen Menschen hielt der Hype aber nicht lange an. Damit fällt Schulz als Kandidat einer großen Volkspartei aber keineswegs aus dem Rahmen:
Die politischen Machtverhältnisse in Deutschland werden von den Rentnern entschieden.

Politikwissenschaftler und Wahlforscher Prof. Uwe Wagschal von der Uni Freiburg im Interview:

Am 29. Januar 2017 wird der Hoffnungsträger der SPD gekürt:

Martin Schulz nimmt das Training auf, um gegen Angela Merkel in den Ring zu treten. Nach dem Zweikampf Anfang September im Fernsehen wird klar: Schulz war wohl in der falschen Gewichtsklasse angetreten. Martin Schulz hatte euphorisierende Wirkung auf seine Parteigenossen und auf viele Wählerschichten. Vor allem bei jungen Menschen hielt der Hype aber nicht lange an. Damit fällt Schulz als Kandidat einer großen Volkspartei aber keineswegs aus dem Rahmen:

Die politischen Machtverhältnisse in Deutschland werden von den Rentnern entschieden.

Politikwissenschaftler und Wahlforscher Prof. Uwe Wagschal von der Uni Freiburg im Interview:

Wer geht wählen?
Und was wählen die?
Wer geht wählen?
Und was wählen die?

Welche Punkte zählen?

Wie geht die Wahl aus?
Welche Punkte zählen?
Wie geht die Wahl aus?
Merkel und Schulz in Freiburg
Merkel und Schulz in Freiburg

Nur jeder achte Wähler ist zwischen 18 und 30. Trotzdem sind viele junge Leute zu sehen bei den Wahlkampfveranstaltungen von Merkel und Schulz in Freiburg. Was steckt dahinter – Neugier, Interesse, Sympathie?

Das sagen die Studis vor Ort:

Nur jeder achte Wähler ist zwischen 18 und 30. Trotzdem sind viele junge Leute zu sehen bei den Wahlkampfveranstaltungen von Merkel und Schulz in Freiburg. Was steckt dahinter – Neugier, Interesse, Sympathie?

Das sagen die Studis vor Ort:

◄ Wie wars bei Merkel auf dem Münsterplatz?

WAHLKAMPF!

Begeisterung für Schulz auf dem Platz der Alten Synagoge?

Wie wars bei Merkel auf dem Münsterplatz?
Begeisterung für Schulz auf dem Platz der Alten Synagoge?
Wie wählen wir?
Wer sich entschieden hat, zu wählen, hat den ersten Schritt getan.
Dann kommt die Wahlentscheidung selbst:

Herz über Kopf oder Kritik der reinen Vernunft?

Schwarz, grün, rot, gelb? Person oder Parteiprogramm?

Die Linke, die Partei, AfD? Bewusst nicht wählen?

Andrea Kiesel ist Professorin für Psychologie an der Uni Freiburg:

Herz kommt nach Kopf

Wie entscheiden Studis?

Herz kommt nach Kopf

Wie entscheiden Studis?
Studierende: Kopfwesen mit Herz?

Wir Studis sind natürlich intelligent, denken kritisch, wägen ab, differenzieren in ‚entweder oder’ und ‚sowohl als auch’. Studieren heißt Kopfarbeit. Auch die Wahlentscheidung machen wir uns nicht leicht. Spontanität will gut überlegt sein. Aber überschätzen wir da nicht unseren Intellekt?

Wie vernünftig wählen wir? ►

Entscheiden wir also eher mit dem Kopf oder mehr mit Gefühl? Wir wollten es von unseren Mitstudierenden wissen.

“… innerlich hat man schon ‘n paar Emotionen, wo man sich quasi schon vorher entschieden hat …”

Wie vernünftig wählen wir?

Entscheiden wir also eher mit dem Kopf oder mehr mit Gefühl? Wir wollten es von unseren Mitstudierenden wissen.

“… innerlich hat man schon ‘n paar Emotionen, wo man sich quasi schon vorher entschieden hat …”
Wie muss ich denn jetzt wählen?

Soll ich nur auf meine Vernunft hören?

Darf ich auch auf meine Emotionen hören?

Kann ich Vernunft und Emotionen überhaupt trennen?

Nobelpreisträger Daniel Kahnemann sagt:

Menschen treffen Entscheidungen nicht ausschließlich aus Vernunftgründen.

Auch Emotionen lenken oft unsere Entscheidungen.

Mit dem Verstand wägen wir die Konsequenzen unserer Entscheidungen ab. Unsere Emotionen aber sagen uns, ob diese Konsequenzen für uns erstrebenswert wären.

Also macht euch locker:

Auch bei einer Wahlentscheidung sind wir

Herzwesen mit Kopf
Wie muss ich denn jetzt wählen?

Soll ich nur auf meine Vernunft hören?

Darf ich auch auf meine Emotionen hören?

Kann ich Vernunft und Emotionen überhaupt trennen?

Nobelpreisträger Daniel Kahnemann sagt:

Menschen treffen Entscheidungen nicht ausschließlich aus Vernunftgründen.

Auch Emotionen lenken oft unsere Entscheidungen.
Mit dem Verstand wägen wir die Konsequenzen unserer Entscheidungen ab. Unsere Emotionen aber sagen uns, ob diese Konsequenzen für uns erstrebenswert wären.

Also macht euch locker:

Auch bei einer Wahlentscheidung sind wir

Herzwesen mit Kopf